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20161229

#144

S A L U T     ◘     Z W E I T A U S E N D S E C H Z E H N    ○    MMXVI
Waschmaschinen sind dafür bekannt, dass sie keine Zeit kennen, denn sie können sich um vier Uhr morgens drehen und arbeiten oder um 19:48 Uhr. Deren Existenzsinn besteht ausschließlich darin,Schmutzwäsche aufzunehmen und zu waschen. Waschmaschinen sind immer determiniert und eine Selektion der zu waschenden Stücke ist unmöglich. Und so wird nur die Mechanisierung des Waschvorganges geschätzt und das einwandfreie Funktionieren der Maschine also ihre pure Pflichterfüllung - ein ganz schön leerer Existenzsinn.
Es gibt Menschen, die eine obskure Passion besitzen: Das Kreiseldasein. Und so drehen sich diese Menschen am liebsten überall. Sie lieben es das Verschwommene in drehenden Kreisbewegungen wahrzunehmen.
Ich gehöre zu diesen Menschen.

Und so verwandelte sich meine Drehbegeisterung in Monotonie und ich wurde eine Waschmaschine. Herr Zweitausendsechzehn stopfte in mich ereignisreiche Schmutzwäschen hinein und ich musste irgendwie alles waschen und fertig verarbeiten. Zeit verlor für mich ihr strukturierendes Element. Ich kannte keine Zeit und keinen Schlaf und kein Datum mehr. Es ging nur noch darum, den Schmutz aufzunehmen und die Waschtrommel zu betätigen. Irgendwann hörte die Waschtrommel auf ihre Funktion der Drehung zu erfüllen. Kein Drehen mehr. Kein Kreiseldasein. Ein Fachmann der Mechanik und Elektronik reparierte meinen Keilriemenantrieb. Dieser Fachmann trug einen Sankt-Petersburger Schal, ein Abizeugnis, er schenkte mir ein Opernkostüm für fast 30 Aida-Theatervorstellungen, einen Badeanzug, ein Ticket in die Künstlerstadt Paris, er reparierte meine Waschtrommel mit Charlie-Chaplin-Filmen und Rachmaninoffs Musik und dieser Fachmann bestand aus drei komma acht Personen meiner Seelenoma, Schwester, einer Koloratursopranistin und einem nichtsahnenden Ahnungslosen.
Geschichte mit dem Namen - ein Samen     ◘    von A n n u s c h k a


Ein Samen lebte einst einsam. Ihn quälte dieses einsame Samendasein sehr und so änderte der einsame Samen diesen Zustand. Mehrere Anlaufversuche waren nötig, um die Einsamkeit gegen eine Zweisamkeit auszutauschen, denn unser Samen war stets von Distanz und einer unergründbaren Hülle umgeben, die andere Samen schnell verschreckte. Einen bestimmten Samen zog jedoch genau diese Hülle magisch an und so wurden die zwei einsame Samen zweisame Einsamen. Nun gab es das nächste Problemchen: die zweisame Einsamkeit machte unseren einstigen Samen noch einsamer als zuvor, da der Ärmste innerhalb und außerhalb dieser Zweisamkeit sich nicht genügend im Boden entfalten konnte und sich nur mäßig weiterentwickelte, da urplötzlich sein Ausbreitungsraum und sein Samendasein halbiert werden musste. Erst da lernte unser in Zweisamkeit lebende Samen die Vielfalt der Einsamkeit zu würdigen. Für ihn bestand nun die Einsamkeit aus reinen Tönen und anscheinend hat der Samen mit diesen Tönen bisher nur Kakophonien komponiert.

2016 in folgende musikalische Werke verpackt:

 Freedom - A l l e n    S t o n e
A New Error - M o d e r a t
I'm a firefighter -  C i g a r e t t e s    a f t e r    s e x
Far Hidden and Away - CRNK
DNA - A n n a    F.
Adagio for Strings - S a m u e l   B a r b e r
Stronger Than Ever - C h r i s t i n a    A g u i l e r a
I am (Stripped) - C h r i s t i n a    A g u i l e r a
Gå för långt – A l i n a    D e v e c e r s k i

Verbotene Stadt - E n s e m b l e   T h e a t e r   B e r l i n
 Dreamer - O z z y   O s b o u r n e
Requiem K.626: III. Sequentia: Dies irae - W.    A m a d e u s    M o z a r t
24 - L a n a   d e l   R a y
Я тебе не верю  – Г р и г о р и й   Л е п с, И р и н а    А л л е г р о в а
To The Hills - L a u r e l
Together - The XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

A L L E G R O    B A R B A R O - B e l a   B a r t o k

Be My Baby - A n o u k
Ich öffne mich - T o c o t r o n i c
All Night - P a r o v   S t e l a r
Ready For The Floor - L i s s y   T r u l l i e
For Alena - A r v o    P ä r t
Three White Horses - A n d r e w    B i r d
Nothing Else Matters - M e t a l l i c a


Au Revoir - M a r k   F o r s t e r
Sonnentanz (Sun Don't Shine) - K l a n g k a r u s s e l l
Gloria all'Egitto - V e r d i
Love injected - A m i n a t a
WHEREVER I GO - O n e R e p u b l i c

Zdes' khorosho - R A C H M A N I N O F F 
Watch me - ANOHNI 

These I Send To You - M a x    R i c h t e r

 E  r  k  e  n  n  t  n  i  s  s  e  mit Wandlungspotenzial (klingen wie peinliche Bravoauszüge oder Kartenleserzitate)


  •  I) nur das, was mich glücklich und frei macht, führt und bestimmt mich
  •  II) keine Verpflichtungen, keine Erwartungserfüllung mehr, sondern die unverfälschte gesunde  Direktheit mit ihren Konsequenzen
  • III) immer die maximale Freiheit (alle Bereiche betreffend) anstreben
  • IV)  Isolation und Einsamkeit haben viele Facetten, erforsche die wohltuendste
  • V) es gibt ganz selten Seelenfreundschaften (die meisten Beziehungen sind nichts als smalltalkhafte Alltagsverbringschaften)
  • VI) alles, was zusammen gehört, wird sich nicht auflösen können
  • VII) alles, was nicht zusammen gehört, wird sich irgendwann auflösen müssen, sei dankbar dafür
  • VIII) Menschen, die sich für deine Persönlichkeit nicht interessieren, haben wohl üblerweise eine einzigartige Persönlichkeit verpasst, eher gesagt eine Perlmuttperle. Erkenne diesen Zusammenhang und verschwende deine Lebenszeit und Adenosintriphosphate nicht für deren inkompetente Blindheit
  • IX)  deine Phantasie und Vergangenheitsstarre können schädigenden Einfluss haben, denn sie verzerren deine Wirklichkeit, erstellen idealisierte Übermenschen und machen dich unempfänglich und unfrei der Gegenwart gegenüber
  • X)  es gibt gute Menschen, die dich inspirieren werden
  • XI) hör auf alles zu VERKOMPLIZIEREN
  • XII) um eine Perlmuttperle zu sein, sollte man sich stets weiterentwickeln und lieben 
  • XIII) habe möglichst keine Erwartungen vor allem warte nicht auf Dankbarkeit
  • XIV) das Leben ist zu kurz, um zu trauern, in Selbstmitleid zu verfallen, geizig zu sein und somit nichts genießen zu können, einen Max-Mustermann-Lebenslauf zu internalisieren, schlecht zu essen, nicht zu schlafen, nicht irre zu sein und zu warten
  • XV) so viele kleine scheinbar unauffällige Dinge verschaffen dir Auskunft über die Psyche/ Persönlichkeit/ den Charakter eines Menschen wie die Wohnungseinrichtung oder Körpersprache oder der Filmgeschmack
  • XVI) die erste verschwommene Intuition sollte man nicht ignorieren
  • XVII) Lebenskunst ist die Kunst, des richtigen Loslassens
  • XVIII) Das Leben ist zu fragil, zu unlogisch, zu unerklärlich und wenn man denkt: Es geht nicht mehr schlimmer, kommt die Schicksalsironie angeflogen und sagt dir: OH DOCH MEIN(E) LIEBE(R)!
  • XIX) man sucht sich nicht aus, wen/ was man liebt, aber bedingungslos Menschen oder Dinge zu lieben, ist erfüllend/ sinnstiftend 
  • XX) nichts ist aussichtslos - außer der menschliche Stolz 

UND SO VERABSCHIEDE ICH MICH VOM (BIS JETZT) EREIGNISREICHSTEN JAHR MEINES LEBENS
VOR EINER STEIGERUNG HABE ICH DEZENT ANGST.
ULTRA BESCHISSEN UND WUNDERVOLL ZUGLEICH,
DAS WARST NUR DU MMXVI, mach's gut!

Auf nach Leipzig, um 2017 zu begrüßen und im Anschluss gleich wieder in Paris das Leben mit Leben zu füllen!


E V G E N E V N A 

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